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Tannenbusch-Gymnasium, Bonn - Liceo Luigi Galvani, Bologna
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Am Dienstag, dem 14. September 2010 fand am Tannenbusch-Gymnasium die feierliche Eröffnung der bilateralen Comenius-Partnerschaft statt, die vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD), der Nationalagentur des europäischen Programms für Lebenslanges Lernen, genehmigt wurde.
 Unsere Partnerstadt Bologna, eine der schönsten und interessantesten Italiens, ist den meisten bereits bekannt. Die Partnerschule ist das renommierte italienische Gymnasium „Liceo Luigi Galvani“ in Bologna, welches über eine deutsch-italienische Abteilung verfügt und uns somit hervorragende Voraussetzungen für die Qualität und die Nachhaltigkeit unseres Projektes bietet. Umrahmt von Stücken von H. Purcell und N. Gustavson (gespielt an der Harfe von Peter Fischer, 8c) haben Frau Martina Galilea, Schulleiterin des Tannenbusch-Gymnasiums, und Herr Dr. Giovanni Pizzo, Koordinator des Comenius-Projektes, die Aktivitäten und die Ziele dieser Partnerschaft vorgestellt, welche beide Schulgemeinschaften einander näher bringen wird.
Auch die Schüler, als Protagonisten der Partnerschaft, meldeten sich zu Wort: Giulia Neri, Abiturientin aus Bologna, sprach auch für ihre drei Mitschülerinnen, die wie Sie im Rahmen des Comenius-Projektes in den ersten beiden Septemberwochen am Tannenbusch-Gymnasium ein didaktisches Praktikum absolvierten. Stephan Ernest aus Bonn, 13. Klasse, hielt eine Rede auch im Namen der vier Mitschülerinnen, die mit ihm in den Herbstferien ein ähnliches Praktikum in Bologna meistern werden.

Ziel des Comenius-Projektes ist es, dass in den Jahren 2010-2012 durch unterschiedliche Aktivitäten des Austausches zwischen dem Tannenbusch-Gymnasium und dem Liceo Galvani in Bologna möglichst zahlreiche Angehörige der beiden Schulgemeinschaften sich näher kommen und Kultur, Sprache und Bildungssystem des Partnerlandes von innen kennen und schätzen lernen.
Es umfasst fünf Aktivitäten:
 1. Wochen des Schüleraustausches zur Förderung des Fremdsprachenlernens
Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der ersten beiden Oberstufenjahre, die im Fachunterricht jeweils die Sprache der Partnerschule erwerben. Die Schüler nehmen an drei bis vier Vormittagen am Unterricht der Partnerschule teil. Dabei haben sie eine reiche Auswahl von Fächern, die in ihrer Stufe unterrichtet werden. Bei einer gemeinsamen Besprechung gegen Ende des Austausches wird über die Unterrichtsmethodik und das Schulleben reflektiert. Beim Gegenbesuch wird dann an der Erstellung von gemeinsamen Dokumenten zu diesen Themen gearbeitet.
Natürlich erkunden die Schüler die Partnerstadt, Bologna bzw. Bonn. Dabei wird der Rundgang zu Sehenswürdigkeiten, Kirchen und öffentlichen Gebäuden in kleinen Gruppen von den Gastgeberschülern übernommen, die im Vorfeld mit dem Leiter des Klassenaustausches einen Besichtigungsplan besprochen haben. In dieser Austauschwoche erleben unsere Schüler also den Alltag in Italien, jedoch in der vertrauten Umgebung der Familie des Austauschpartners, das Leben in einem italienischen Gymnasium sowie die Schönheit und die kulturelle Vielfalt vieler unvergessliche Orte Italiens.
2. Unterrichtspraktikum Engagierte Absolventen des Schüleraustausches erhalten die Möglichkeit, im darauffolgenden Schuljahr ihre Unterrichtserfahrungen durch ein Schulpraktikum in der Partnerschule zu ergänzen bzw. zu vertiefen. Unterstützung des Italienischunterrichts in Bonn und des Deutschunterrichts in Bologna, Hospitation in anderen Fächern sowie Konversationsstunden für die neuen Schüler, die im laufenden Jahr am Austausch teilnehmen, sind die Hauptaufgaben in diesem didaktischen Praktikum.
 3. Workshops der Schulchöre Die Schulchöre der Partnerschulen erarbeiten ein gemeinsames deutsch-italienisches Programm, das zusammen erprobt und in beiden Städten der Partnerschulen aufgeführt wird. Durch die internationale Sprache der Musik werden somit auch Schülerinnen uns Schüler angesprochen, die (noch) kein Italienisch als Unterrichtsfach haben.
4. Handballturniere
Auch durch den Sport kann man mit Menschen einer anderen Kultur in Kontakt kommen, ohne die Sprache als Schulfach gelernt zu haben. Daher organisieren die Handballmannschaften der beiden Partnerschulen in Bonn und in Bologna jeweils ein Handballturnier, das auch Handballmannschaften anderer Schulen mit einbezieht.
 5. Lehrerhospitationen Primär Lehrkräfte aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereich ergänzen die Schulpartnerschaft durch gegenseitige Unterrichtsbesuche, die einen Einblick in die unterschiedlichen methodisch-didaktischen Konzeptionen von Unterricht vermitteln. Ein möglicher Nebeneffekt dieser Aktivität ist, dass demnächst gemeinsame naturwissenschaftliche Projekte zwischen den beiden Schulen entstehen.
Durch die Finanzierung durch die Europäische Kommission sind diese Aktivitäten stark bezuschusst bis finanziell gedeckt.
Die sprachlichen Kompetenzen der Schüler, die am Comenius-Projektes teilnehmen, werden auch durch den Einsatz einer Comenius-Sprachassistentin aus Italien gestärkt, die u.A. in unserem Gymnasium eine Arbeitsgemeinschaft für Italienisch in der Mittelstufe übernehmen wird.
Autor: Dr. Giovanni Pizzo
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser: die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der hier enthaltenen Angaben.
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