| NACH FUKUSHIMA: NACHHALTIGKEIT UND WIRTSCHAFTSETHIK IMMER AKTUELLER – AUCH AM TABU |
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| News - Aktuelle Nachrichten | |||
| Montag, 18. Juli 2011 um 09:24 | |||
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Die Kluft zwischen Armen und Reichen wird in vielen auch europäischen Länder immer größer, die Garantie für Sicherheit und Qualität am Arbeitsplatz und bei den Produkten ist zu oft lückenhaft, Korruption zerstört jährlich Tausende von Arbeitsplätzen, wilde Spekulationen treiben Haushalte mit ihren Ersparnissen in den Ruin : Ist Ethik in Wirtschaft und Gesellschaft wirklich noch ein Luxus?
Die Schüler des Grundkurses Philosophie haben in fünf Wochen intensiven Unterrichts ganz andere Dimensionen und spannende Ansätze für sich entdeckt, genau so wie in den letzten vier Jahren hier am Tannenbusch-Gymnasium. Wie auch im Artikel letzten Jahres geschildert werden die Philosophieschüler der Stufe 12 durch die klassischen Ansätze der Ethik und der Wirtschaftethik geführt und mithilfe dieses Werkzeugs mit ganz konkreten Situationen und Fragen unserer Gesellschaft konfrontiert.
Der Abschluss dieser intensiven Reise ist auch dieses Jahr der Workshop mit Herrn Mirko Heid und Herrn Hans Kortmann der Stadtwerke Bonn gewesen, die mit einem theoretischen und einem sehr praxisorientierten Teil die Schüler angesprochen und zu einem hochspannenden Rollenspiel zum Thema Nachhaltigkeit, Produktion und erneuerbare Energien motiviert haben Darüber berichten hier unten Alexis Gerochristodoulou und Farid Chakkour, 12. Klasse, Schüler des Philosophiekurses, und besonders aktive und kreative Teilnehmer des Workshops. Verlinkt ist zum Schluss der Beitrag für die Presse, den die SWB zu diesem Thema verfasst haben. Dr. Giovanni Pizzo Öko-Strom und „Win-Win-Situation“: passt das zusammen? Workshop 2011 mit den Stadtwerken BonnWir, der Philosophie-Grundkurs von Herrn Dr. Pizzo der Jahrgangsstufe 12 vom Tannenbusch-Gymnasium bekamen am 27. Mai Besuch von den Stadtwerken Bonn. Zweck des Besuchs war ein gemeinsamer Workshop zum Thema Wirtschafts-Ethik. In den zwei spannenden Schulstunden stellte das Team der Stadtwerke diese anhand einer simulierten und dennoch sehr realitätsnahen Verhandlung zwischen zwei Konzernen dar. Nach der fünfwöchigen Unterrichtsvorbereitung, welche unter anderem die Themen soziale Gerechtigkeit, soziale Verantwortung und die Grundzüge einer Unternehmensethik umfasste, wurden uns weitere philosophische Ansätze in einer Präsentation erklärt. Dann in kleineren Gruppen wurden die Vorgehensweisen eines geschäftlichen Gesprächs vorgestellt. Nun begannen wir mit einem betriebsinternen Gespräch. Es fand ein Treffen zwischen dem Vorstand und der Vertriebsleitung des Stromkonzerns “FutureEnergy” statt. Das fiktive Unternehmen war im Begriff Öko-Strom anzubieten, daher diskutierten wir über die Vor- und Nachteile dieser Investition indem wir sie auf ihre ethische Korrektheit überprüften. Als man sich schließlich darauf einigte den Öko-Strom an die Kunden zu bringen und festgestellt hatte, dass dieser Schritt ethisch vertretbar sei, waren Vorstand und Vertriebsleitung von ihrem Vorhaben überzeugt. Nach einem weiteren Input des SWB-Teams zur Unternehmens-Ethik und den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns fand eine geschäftliche Verhandlung statt. Der eine Teil unseres Kurses verkörperte die Vertriebsleitung der Firma “FutureEnergy” und versuchte nun dem Kunden, einem anonymen Unternehmen, welches Windeln herstellte, Öko-Strom zu verkaufen. Die Diskussion zwischen dem Stromanbieter und dem Windelhersteller erwies sich als äußerst komplex, zumal beide Schülerparteien verbittert um ihren geschäftlichen Vorteil kämpften. Aufgrund von Anregungen und Tipps seitens des SWB-Teams wurden Stromanbieter und Kunde stark gefordert. Letztenendes fanden wir einen Kompromiss mit dem sich “FutureEnergy” und der Windelhersteller gleichermaßen anfreunden konnten. Eine, wie man uns mitteilte in der Wirtschaft gern gesehene, “Win-Win-Situation” wurde erzielt. Nach einem kritischen Feedback seitens der SWB sowie einer Erläuterung zu den während der Verhandlung aufgekommenen Problemen hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Kritik zu äußern und unsere Eindrücke zu schildern. Diese sehr aufschlussreichen und mal ganz anderen Unterrichtsstunden haben uns allen sehr viel Freude bereitet. Der Workshop half unserem Kurs nicht nur beim Verständnis dieser nicht wenig komplizierten Thematik, sondern er zeigte uns auch, dass dieses sonst immer theoretisch behandelte Thema in der Wirtschaft alltäglich Verwendung findet. Wir hoffen, dass auch noch viele andere Tabulaner diese lehrreiche Zusammenarbeit erleben dürfen. -Alexis Gerochristodoulou und Farid Chakkour Schüler schlüpfen in die Rolle des "ehrbaren Kaufmanns"
(Pressemitteilung der SWB)
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