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Das erste Projekt: Schüler üben Mitbestimmung PDF Drucken E-Mail
Was macht ein Aufsichtsrat? Wie funktioniert Mitbestimmung? Warum gibt es den Betriebsrat? Antworten auf diese Fragen erhielten nun 30 Schülerinnen und Schüler des Bonner Tannenbusch-Gymnasiums.


MitbestimmungNach Vorträgen der Geschäftsführer Hermann Zemlin und Marco Westphal sowie Gudrun Ruckes, Leiterin des SWB-Personalservice, ging es ans Eingemachte. In einem Rollenspiel erlebten die Pennäler hautnah, wie das Zusammenwirken zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern in der Praxis funktioniert. Dabei wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, die das Thema "Private Internet-Nutzung während der Arbeitszeit" diskutierten. Unterstützt wurde das Arbeitgeberlager von Gudrun Ruckes, die Arbeitnehmer erhielten Rückenwind von Werner Seelhoff, Betriebsrat SWB Energie und Wasser. Nach langem Abwägen der Argumente konnten sich beide Seiten auf einen Kompromiss einigen: Das Internet darf für private Zwecke nur außerhalb der Arbeitszeit genutzt werden, zusätzlich wird eine monatliche Gebühr erhoben wird. Moderator Mirko Heid freute sich, wie schnell sich alle in die Perspektive der jeweiligen Interessensgruppe hineinversetzen konnten: "Toll, wie lebhaft die Diskussion war". Spielerisch haben die Schülerinnen und Schüler gelernt, dass Konflikte nur im Dialog durch faire Kompromisse gelöst werden. "Chef spielen ist gar nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe", meinte ein Schüler zum Abschluss.

Zwischen SWB und dem Tannenbusch besteht eine Lernpartnerschaft, deren Ziele breit angelegt sind. SWB bringt Fachkompetenz von außen in die Schule und verbessert die Berufswahlorientierung der Schüler. Verschiedene Jahrgangsstufen erhalten praxisnahe Einblicke in den Berufsalltag, Kenntnisse und Fähigkeiten des Arbeitslebens werden erfahrbar. So wird dem Unterricht eine größere Nähe zur Arbeits- und Wirtschaftswelt verliehen.

Auf dem Stundenplan stehen etwa Exkursionen eines Chemie-Kurses zum Produzenten des Bonner Trinkwassers, dem Wahnbachtalsperrenverband. Geplant sind weitere Unterrichtsstunden zu Themen wie Unternehmensethik oder Energieversorgung. Immer findet ein Praxisbezug zu den im Unterricht theoretisch behandelten Themen statt. Dabei sollen die Schüler in die Tätigkeitsfelder von SWB hinein schnuppern. "Es ist wichtig, jungen Leuten zu zeigen, welche Bedeutung SWB für Stadt und Region hat. So können die Schüler besser verstehen, welche Verantwortung wir für die Bürger tragen", sagt Zemlin. (Jürgen Winterwerp)

 

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