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Konzertreise nach Carcassonne, November 2007 PDF Drucken E-Mail

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Mozart-Requiem seit 1989 im dreijährigen Zyklus
Zum siebten und letzten Mal im November 2007 in Bonn und mit der nachfolgenden großen Konzertfahrt nach Carcassonne Südfrankreich aufgeführt

Hier finden Sie Impressionen und Audiofiles von dieser einmaligen Konzertreise und der Aufführung mit 150 Schülern, Lehrern, Eltern, Ehemaligen und Freunden der Schule in der Basilika St. Nazaire mitten in der mittelalterlichen Festung.

Eine Konzertreise als Geschenk für den scheidenden Musiklehrer Eduard Keßler, organisiert von einer kleinen Gruppe engagierter Eltern und Kollegen (federführend war Herr Döring), getragen von Menschen, die von der Musik und dem Werk begeistert waren und die Verbindung zur Schule hierüber jahrzentelang aufrechterhalten haben.

Bachs Klavierekonzert Und das Requiem mit dem Solisten Klaus Desch (Abiturientia 1983), Solitsten, Chor und Orchester sorgten für Jubel in der vollbesetzten Basilika in Carcassone

Ein unvergessliches Ereignis - Dank an alle

Das Konzert im Audiomittschnit gibt es hier zum Download. Die Aufnahmen sind in einem binauralen Aufnahmeverfahren gemacht wurden, was bei Wiedergabe über Kopfhörer dem Zuhörer den Eindruck vermittelt, am 'Ort des Geschehens' zu sein, d.h. man erhält eine sehr natürlich Reproduktion der akustischen Verhältnisse in der Kathedrale, ein 3D-Klangerlebnis.

Bilder zur Ansicht gibt es hier und noch mehr Bilder zum Download hier.


071027_mozartrequiem.jpg150 Deutsche Schüler musizieren für Carcassonne

Die Basilika St. Nazaire in der Cité von Carcassonne konnte nicht alle Menschen fassen, die am Freitag, 2. Nvember 2007, das Konzert des Lycée Tabu aus Bonn, Allemange, besuchen wollten. Wahrscheinlich haben sie geahnt, dass sie an diesem Abend mit Bachs Conerto d-moll" und Mozarts "Requiem" etwas sehr Bsonders erwartete:
150 überwiegend jugendliche Musiker, Choristen und Instrumentalisten, hatten sich unter der Leitung von Eduard Kesseler im Altarraum dieses geschichtsträchtigen Baus aus dem 10.ten Jahrhundert zusammengefunden, um die zwei berühmten Werke zu Gehör zu bringen.

Und sie taten es mit einer Mischung aus fesselnder Konzentration und mitreißender Leidenschaft für die Musik.
Vielleicht war es bei Kennern und Liebhabern die Vertrautheit mit einzelnen Sequenzen dieser Stücke, die eine sehr individuelle Interpretationsweise Kesselers erkennen ließ und die die Zuhörer in Faszination versetzte.
So hatte sich das häufig streng intellektuell vorgetragene Concerto von Bach, nicht zuletzt auch durch die weichen Anschläge des Pianisten Klaus Desch und die unmerklich sanften Orchestereinsätze in eine fast zärtlich anmutende Darbietung verwandelt - also eine andere Seite Bachs zum Klingen gebracht.
Freude am gemeinsamen Musizieren und uneingeschränkte Hingabe an seinen Auftrag vermittelte sich in jeder Geste des Orchesterleiters und widerspiegelte sich ebenso in den Gesichtern der Schüler, unter die sich vereinzelt auch Lehrer und Eltern gemischt hatten.
Auf diese Weise erlangte die in der Komposition des Requiems enthaltene Spannung zwischen disziplinierte Zurückhaltung (Stille) und emotionaler Kraft (voll ausgeschöpfter Ton) zu vollendetem Ausdruck. In derartiger Auffassung des Werkes wurde sehr deutlich, dass auf alle sonst in Mozarts Werken vorhandenen dekorativen Elemente verzichtet wurde.
Besonders zu erwähnen ist der außergewöhnliche Beitrag der Solisten: die anrührende, noch unverbrauchte Stimme der Sopranistin Valeska Kasimir gab der Gesamtdarbietung eine jugendliche Leichtigkeit, die dem Thema des Todes die Schwere genommen hat. Demgegenüber standen der vollmundig ausgereifte Bass des Wolfgang Georg, der warme Klang des Alto von Irmtraud Giebler und der pointierte Tenor des Thomas Klose. Die Stimmen korrespondierten in Synkopen auf harmonierende Weise mit Violinen, Celli Kontrabässen, Trompeten und Pauken.

Das der Funke übergesprungen ist, und bei Publikum sowie Vortragenden zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde, mag daran liegen, dass E. Kesseler sein letztes Konzert vor seiner Pensionierung gab, in des er alle seine Liebe zur Musik und zu seinen Schülern fließen ließ. Es war sein Wunsch, es den Südfranzosen zu widmen, denn schon lange hat er sein zweites Domizil in dieser Region.

Zu nennen sind noch die ehrenamtlichen Organisatoren, die die Veranstaltung in Carcassonne möglich machten. Zu allererst geht der Dank an den Bischof von Carcassonne und seine Mitarbeiter. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Sekretärin Madame Chivaud, als Vermittler zwischen Deutschen und Franzosen, die "Association EuroCultures en Corbières" in Durban und schließlich die hervorragend gute Realisierung der Equipe des Tannenbusch Gymnasiums.
Leider müssen viele Helfer ungenannt bleiben.
Sollte dieser Erfolg nicht Anlass sein, diesen musikalischen Kulturaustausch auf europäischer Ebene in Carcassonne fortzusetzen?


Gudrun Meise

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