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Das Tannenbusch-Gymnasium ist Nanoyou-Pilotschule PDF Drucken E-Mail

Nano - was ist das?

Nanotechnologie beschäftigt sich mit Teilchen, die etwas größer als Atome sind. aber viel kleiner als alles, was man selbst mit Elektronenmikroskopen sehen kann. Die Rede ist von Objekten in der Größe von 10 - 100 nm (Nanometer). Das ist etwa so viel, wie ein Bart in einer Sekunde wächst. Nanotechnologie bedeutet einen ganz neuen Blick auf die Materie, weil in diesen Dimensionen Teilchen nicht einfach kleiner werden, sondern völlig neue Eigenschaften zeigen. Ein Beispiel: Gold. Seit dem Mittelalter wird Glas mit Nanopartikeln aus Gold gefärbt. Goldpartikel in dieser Größe sind aber nicht mehr golden, sondern rubinrot und durchsichtig.

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img_30621Bonn ist mit der Nanotechnologie eng verbunden, z.B. durch Solartechnikunternehmen, die sie sich zunutze machen. Vor allem aber wurde der "Lotus-Effekt" in Bonn entdeckt, eine Fähigkeit von Pflanzen, durch Nanostrukturen Blätter schmutzabweisend zu gestalten. Bonner Wissenschaftlern gelang es, diesen Effekt in Wandfarben und Textilien "einzubauen".

Daher lag es nahe, sich um eine Teilnahme am europäischen Projekt "Nanoyou" zu bewerben. Nanoyou ist ein Framework-7-Programm der EU mit dem Ziel, Jugendliche ausgewogen über Chancen und Risiken der Nanotechnologie zu informieren. Dazu werden zentral Versuchsvorschriften und Unterrichtsmaterialien entwickelt und an Schulen erprobt. Das Tannenbusch-Gymnasium erhielt den Zuschlag, als eine von 25 Schulen europaweit an dieser Entwicklungsarbeit teilzunehmen. In Deutschland ist außer uns nur noch das Fugger-Gymnasium in Augsburg  Nanoyou-Projektschule.

Projektverantwortlicher ist Herr Kehren. Vor allem in seinem Unterricht wird jetzt getestet, wie weit sich "Nano"-Themen in die Unterrichtsinhalte - zunächst - der Klasse 9 (Chemie und NW) integrieren lassen.

Zum Start des Projektes besuchte die Klasse 9a den "Nanotruck" des BMBF auf dem Münsterplatz. Der Nanotruck ist ein rollendes Labor mit  img_3015 Ausstellungs- und Filmraum, in dem Nanotechnik zum anfassen geboten wird. Er tourt seit zwei Jahren durch Deutschland. Die Schülerinnen und Schüler konnten mit interaktiven Materialien viel über Nanotechnik lernen und im Labor selbst mit Hilfe von Früchtetee und nanostrukturiertem Titanoxid eine Solarzelle bauen. Zehn Solarzellen zusammengeschaltet reichten aus, um einem Musikchip eine Melodie zu entlocken. Während ihrer Laborarbeit hatten unsere Neuntklässler noch hohen Besuch: Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch ließ sich von ihnen über ihre Experimente informieren.

Die Nanoyou-Pilotphase dauert zunächst bis zu den Sommerferien. Danach können die Schülerinnen und Schüler, wenn sie wollen, die Materialien online bewerten. Im Herbst soll Nanoyou für Schulen in ganz Europa zugänglich sein. Und wenn es dann interessant und informativ ist und die Experimente funktionieren, so haben unsere Schülerinnen und Schüler nicht wenig Anteil daran gehabt.

(Fotos wurden zur Verfügung gestellt von: Flad & Flad Communication GmbH.

 

 

Weitere Bilder finden SIe hier.


Autor: Herr Kehren

 

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