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Übernachten in der Sporthalle, nächtliches Grillen am Sportplatz, um drei Uhr morgens bei Regen im Licht der Taschenlampen Messgeräte ablesen: Auch so kann Unterricht aussehen, wenn es sich um die Wetterkunde-Einheit im NW-Kurs bei Herrn Kehren handelt.
Anlass war die DACH-Tagung der Meteorologischen Gesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH = Deutschland, Austria, Confederatio Helvetica) 2010 in Bonn. Zu diesem Großereignis hatten die Meteorologischen Institute einen Experimental-Wettbewerb ausgeschrieben. Das Besondere dabei: gewonnen hatte schon jede Klasse, die mitmachen durfte, denn ihr wurden für ein ganzes Semester ein bis zwei wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität zur Verfügung gestellt, die Experimente und Auswertung im Unterricht unterstützten.
Der NW-Kurs der Klassen 9 und 10 hatte sich mit einem Projekt beworben, bei dem unter anderem die Genauigkeit von Wettermessgeräten, die nach Anleitungen aus Kinder- und Schulbüchern gebaut wurden, mit einer professionellen Messstation verglichen werden sollte. Und so wuchs Mitte Juni für drei Tage ein acht Meter hoher Messmast, vollgepackt mit Elektronik, auf der Schulsportanlage in die Höhe. Daneben standen die Instrumente, die im Unterricht gebaut wurden. Und diese ganze Anlage musste für 48 Stunden rund um die Uhr bewacht und kontrolliert werden.
Nach dieser Aktion war noch ein Poster zu erstellen, das auf der Tagung eine Woche lang von den versammelten Wissenschaftlern begutachtet und mit der Konkurrenz aus anderen Schulen verglichen wurde. Zum krönenden Abschluss mussten zwei Kursteilnehmer (Carolin Berger und Florian Prinz) im größten Hörsaal der Universität Bonn über unsere Arbeit referieren und die Ergebnisse verteidigen (was ihnen bravourös gelang). Als Belohnung gab es für die Jungforscher den "Preis der Meteorologischen Institute" in Form einer professionellen Wetterstation der Firma Davis, die demnächst auf dem Dach der Schule aufgestellt wird und allen Klassen für den Unterricht zur Verfügung steht. Ein besonderer Dank gilt den beiden wissenschaftlichen Mitarbeitern Herr Düsterhus und Herr Maahn vom Metorologischen Institut der Universität Bonn, die unser Vorhaben mit großem Engagement betreut haben.
 Bild: Die Schülerinnen und Schüler des NW-Kurses Ahmet, Volkan, Carolin und Florian mit der gewonnen Wetterstation, Professor Simmer vom Meteorologischen Institut der Universität Bonn und Frau Professor Crewell vom Institut für Geophysik der Universität Köln
Autor: W. Kehren
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