milenalogoVor einigen Monaten, als mir noch nicht ganz klar war, was genau ich nach der Schule machen soll, erhielt ich von Herrn Franz und Herrn Kehren eine Broschüre, in der ein Programm vorgestellt wird, welches Schülern der 11. und 10. Klassen die Möglichkeit bietet, sich praxisnah über den Lehrerberuf zu informieren. Schon vorher informierte ich mich in verschiedenen Bereichen, unter anderem bei der Polizei, bei der Bank oder bei IT-Firmen.

Auch dieses Mal entschied ich mich, mir Informationen über einen weiteren Beruf anzueignen.

1901 Milena

So fuhr ich mit zwei Mitschülern am ersten Januar nach Jülich, um an dem viertägigen Workshop teilzunehmen. Dort angekommen, starteten wir mit einer Begrüßung in einem Chemieraum. Da klärten wir den Plan, welchem wir die nächsten drei Tage nachgingen. Dieser beinhaltete eine große Menge an Informationen über den Lehrerberuf. Dabei wurde z.B. vertieft auf verschiedene Schulformen und den damit verbundenen Altersunterschied eingegangen. Anhand dessen lernten wir auch verschiedene Unterrichtsmethoden kennen.

Wir erfuhren, wie groß die Nachfrage in MINT-Fächern derzeit in Deutschland ist und was man dagegen unternehmen könnte. Der erste Tag blieb nicht allein bei der Planung der nächsten Tage, sondern wurde auch für die Zimmergestaltung, das Essen und Experimente genutzt. Die Experimente dienten dazu, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie man Schüler für naturwissenschaftlichen Unterricht begeistern kann. Darunter besprachen wir natürlich auch, welche Sicherheitsmaßnahmen man in welchen Fächern vorher ergreifen sollte.

Nach den ganzen Infos ging es zum Mittagessen, bei welchem Menschen, mit fast jeder Essensgewohnheit etwas für sich finden konnten. Bei der Anmeldung wurde schon nach Essensgewohnheiten gefragt, wie bspw. ob man vegetarisch oder vegan is(s)t. Bei den Mahlzeiten gab es jeden Tag ein kleines Buffet, an dem man sich sein Essen selbst anrichten konnte. Täglich variierte das Buffet für jede Mahlzeit.

Nach dem Essen gingen alle in die Zimmer, um sie zu gestalten und einzurichten. Danach folgten weitere Informationen und Pausen. Die weiteren Tage hatten einen ähnlichen Ablauf. Wir frühstückten, hatten Infoveranstaltungen, woraufhin die Pause folgte. Dann ging es weiter mit neuen Infos, bis diese dann nach der Pause und dem Essen praktisch angewandt worden sind. Dabei gestalteten wir zum Beispiel Arbeitsblätter, hielten Vorträge über Unterricht, bereiteten Experimente vor und schlüpften in die Rolle eines Lehrers.

Am zweiten November gab es zudem noch eine Exkursion zur InfoSphere an der RWTH Aachen, um einen ersten Einblick in das Programmieren zu erhalten. Dort programmierten wir unter anderem Sonnenblumen, welche Lichtstrahlen folgen konnten oder Blitzer, welche erkennen, falls jemand zu schnell ist. Nach der langen Reise und dem Programmieren folgte nur noch das Abendessen und die freie Abendgestaltung, welche jeden Abend stattfand. Auch der nächste Tag verlief so, nur ohne den Ausflug und mit anderen Inhalten.

Die Pausen und die freie Abendgestaltung konnte man sowohl im Gelände, als auch außerhalb verbringen. Auf dem Gelände gab es diverse Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Man konnte in seinem Zimmer Fernsehen, draußen Sport machen, oder in dem Schulgebäude Klavier spielen. Auch außerhalb konnte man aufgrund der ruhigen und naturbelasteten Ortschaft Spaziergänge, eine Wanderung zum nächsten Supermarkt oder einfach nur die Erkundung des Ortes machen. Außerdem gab es für die Pausen immer Räume, in denen Tee, Kaffee, Obst und Süßes stand.

Auch die Zimmer, welche für zwei Leute ausgelegt sind, waren sauber und groß genug. In diesen befinden sich Sofas, Bänke, ein Schreibtisch, zwei Betten, Schränke und auch ein Fernseher. Sogar eine Bibel lag in jedem Zimmer auf den Schreibtischen. Die anderen Schüler, welche am Workshop teilnahmen, waren alle freundlich und es entstanden auch schnell Freundschaften. Wir waren ein Workshop von insgesamt 20 Schülern.

Am letzten Tag gab es für alle ein letztes Frühstück, wir mussten die Zimmer räumen und hatten noch 1 . Stunden Zeit, mit den Betreuern rund um den Beruf zu diskutieren oder Fragen zu stellen. Die Betreuer waren alle freundlich, hilfsbereit und machten insgesamt einen guten Eindruck. Die Tage waren alle sehr informativ und abwechslungsreich, alles war gut organisiert und durchdacht.

Dieses Programm hat mir durch die ganzen Informationen und Angebote meine Frage, was ich nach der Schule machen möchte, beantwortet. Somit kann ich den MILeNa Workshop jedem, der auf der Suche nach dem späteren Beruf ist, oder sich einfach mal informieren möchte, empfehlen.

Autor: Raffael Herzog